[Karneval der Rollenspielblogs] November 2018 – Das Böse

1. November 2018 Aus Von Niniane

Das Böse hat auf die Menschen schon immer eine düstere Faszination ausgeübt, sei es nun ganz real in Form von Serienmördern – die imdb listet 116 Filme auf, die durch die Taten von Jack the Ripper inspiriert wurden, die englische Wikipedia hat dazu sogar eine eigene Kategorie – oder tyrannischen Herrschern, deren unvorstellbare Taten in die Geschichtsbücher eingegangen sind.

Auch in der Fiktion jagen uns grausame Mörder wie Michael Myers oder Norman Bates, geniale Verbrecher wie Dr. Moriarty oder verrückte Wissenschaftler wie Viktor Frankenstein einen wohligen Schauer über den Rücken, wenn wir lesen oder sehen, wie sie die Helden in Schwierigkeiten bringen, bevor sie von ihnen endgültig zur Strecke gebracht werden. Superschurken machen den Protagonisten der Superheldencomics das Leben schwer, und der Charakter “Loki” aus den Thor-Filmen kommt nicht von ungefähr: Trickster-Gottheiten durchziehen jeden Pantheon, auch wenn sie nicht unbedingt wirklich “böse” sind, so reichen ihre Taten doch oft aus, um die Menschen zumindest in arge Bedrängnis zu bringen.

Im Rollenspiel können wir entweder das Böse bekämpfen oder in Form von verschiedenen Gesinnungen sogar spielen, beinahe jedes Fantasy-Rollenspiel beinhaltet den ewigen Kampf gegen Gut und Böse als einen der Konflikte in der Welt. In manchen Rollenspielen hat das Böse sogar gewonnen, oder man spielt seine Schergen, die den „Guten“ zusetzen.

Aber warum wollen wir uns immer wieder mit dem Bösen auseinandersetzen? Was fasziniert uns an Serienmördern, Tyrannen und genialen Verbrechern? Und aus der anderen Richtung: Welche Motivation hat das Böse? Ist es einfach nur ein Antagonist um des Antagonist seins willen? Oder gibt es Gründe dafür, warum der Böse in der Geschichte auch wirklich der Böse ist?

Diese und viele andere Fragen zum Thema “Das Böse” beantwortet hoffentlich der diesmonatige Karneval der Rollenspielblogs. Bloggt, vloggt, twittert oder diskutiert im Forum mit, warum uns das “Böse” so fasziniert, wie es umgesetzt wird oder warum es euch so gar nicht kickt, die Bösen zu sein oder auftreten zu lassen.

Ein Hinweis in den Kommentaren oder im rsp-blogs-Forum wäre schön, damit ich weiß, dass ihr dabei seid.