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[Karneval der Rollenspielblogs] Das war ein Tag im Sommer – Abschlussbeitrag August 2018

Der Karneval der Rollenspielblogs stand im August unter dem Motto “Ein Tag im Sommer”. Trotz Hitze und Urlaubszeit sind einige spannende Beiträge zusammengekommen:

  • Den Auftakt machte blut_und_glas mit einem Artikel aus der Reihe “Ad-Blog Plus”, die gleichzeitig auch eine Art “Gegenbewegung” zum ebenfalls im August stattfinden RPG a DayAd-Blog Plus: Gesucht! – eine Kleinanzeige für Shadowrun. (Wer die weiteren Beiträge lesen möchte, hier finden sich alle Ad-Blog-Artikel bei d6ideas.)
  • Winterphönix ging das Thema auf einer Metaebene an: Er fragt sich in seinem Artikel Ein Tag im Sommer, welche Auswirkungen die Hitzewelle auf Spieler und Charaktere hat.
  • Vor dem Abschied in die Sommerpause hat der Fatecast sich ebenfalls des Themas angenommen und redet über Festivals, Kindheitserinnerungen und natürlich Fate in Folge 50.
  • Mein ursprünglicher Ansatz für das Thema “Ein Tag im Sommer” war ein Endzeitszenario (mehr dazu gibt es auch im Fatecast), und interessanterweise hatte Orakel in seinem Artikel ganz ähnliche Ideen (wir haben uns nicht abgesprochen, ich schwöre!). Er fragt sich, was mit einer Welt passiert, die austrocknet in Ein Tag im Sommer?
  • Um konkrete Abhilfe bei großer Hitze, aber dem Wunsch, zu spielen, geht es in Katzenhexes Beitrag Hilfe, ich schmelze! Darin hat sie ein paar Tips für hitzegeplagte Spielleiter parat.
  • IC und OOC kann ein kühles Bier Abkühlung bringen, und selbiges findet man sicher beim Zwingardischen Brauereifest, einem kleinen Szenario für Splittermond, das Katzenhexe in ihrem zweiten Beitrag vorstellt:
  • Ich bin nun mal ein Musiknerd, und aus Songtiteln lassen sich so wunderbar Aspekte für Fate bauen. Das habe ich dann in Once more with feeling! Die Sommer-Edition gemacht.
  • D6ideas sind für den Karneval in ihr Archiv hinabgestiegen und haben dort ein wenig gestöbert. Die folgenden Artikel haben sie gebündelt im Karneval der Archive: Ein Tag im Sommer zusammengefasst.
  • Von sommerlichen Abenteuern und Inspirationen berichtet Timberwere in ihrem Artikel Ein Tag im Sommer .
  • Der Oger hat sich mit Haus Sommerland eine virtuelle Realität für Shadowrun überlegt , die nicht von ungefähr an Matrix erinnert.
  • Spielbares gibt es auch von Merimac, der mit Achtzehnhundertunderfroren eine Kulisse für Fiasko präsentiert vor dem Hintergrund eines Vulkanausbruchs in Indonesien im Jahr 1815.
  • Last, but not least, hat Dnalor noch zwei Artikel eingereicht. In Ein Tag im Sommer fragt er sich, was Sommer denn mit Rollenspiel zu tun hat und stellt mögliche Szenarioansätze oder Regelmechanismen vor. In Die ersten Tage des Sommers hat er Ideen für die (Schul-)Zeit vor den Ferien gesammelt, denn als Alternative zum beliebten Filmgucken vor der Zeugnisvergabe könnte man doch auch einfach mal ein paar Rollenspiele ausprobieren.

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Blog-o-quest #35: Visionen (August 2018)

Diesen Monat bin ich wieder fleißig…

Die Blog-o-quest für den August wird von Nerd-Gedanken ausgerichtet und steht unter dem Thema „Visionen“. Dazu habe ich mir auch ein paar Gedanken gemacht:

Was haltet ihr von Visionen und Prophezeiungen als Stilmittel/Questhook für Rollenspielabenteuer?

Einer meiner beiden Charaktere aus unsere Fate-Supernatural-Runde hat den Stunt “A twin’s vision”, mit dem ihm seine (verschwundene) Zwillingsschwester einmal pro Runde eine plotrelevante Vision schicken kann. Damit wurde er nach Arizona geschickt, um Feuersalamander zu bekämpfen, die Menschen als Wirte für ihre Larven auserkoren haben, hat die Apokalypse verhindert und sich in einem Abenteuer vorgestellt mit den Worten “Ich bin der Mann mit den Visionen”.

Für Spielleiter: Habt ihr in einem Abenteuer die Spielercharaktere mit einer Vision konfrontiert und wenn ja, wie hat sich das Spiel entwickelt? Wenn nein, wieso nicht?
Für Spieler: Habt ihr im Spiel schon eine Vision/Prophezeihung erlebt? Wenn ja, wie hat euer SL das gestaltet? Wenn nein, würdet ihr euch so etwas wünschen?

Als SL kann ich mich nicht daran erinnern, dass ich die Charaktere mit so etwas konfrontiert habe. Weder in Shadowrun noch in Supernatural, und bei ADND habe ich noch sehr klassisch gearbeitet.
Als Spielerin bereits wie oben erwähnt durch den Stunt. Da der Charakter bis zu dem Abenteuer mit der verhinderten Apokalypse dem ganzen Supernatural-Kram eher skeptisch gegenüber stand, war der Visionenstunt natürlich ein probates Mittel, ihn in medias res zu werfen.

Welche Rollenspielmechaniken haltet ihr für eine wirklich visionäre Idee?
Eine Mechanik, die ich wirklich visionär finde? Gute Frage. Für mich persönlich war die Erkenntnis, soziale Konflikte über Mechanismen abzubilden, visionär. Denn das kannte ich bis dahin nicht, und es war für mich eine Offenbarung. Zu nennen sind da die Karten bei Primetime Adventures, das Ziehen der Würfel bei Dogs in the Vineyard oder das Intrigensystem bei A song of Ice and Fire RPG.

Welches Rollenspielsetting wäre eure Zukunfts-Horrorvision – und warum?
Ich verstehe die Frage nicht so ganz, muss ich gestehen, aber ich interpretiere sie mal wie folgt: Welches Setting sollte niemals Realität werden?
Ich bin eine große Freundin von Endzeit-Szenarien, gerade wegen dieses “Was wäre wenn” oder des “Was würdest Du tun?”, aber ich glaube, ich möchte nicht, dass auch nur eins davon Realität wird. Weder herabstürzende Monde mit mutierten Tieren und Klimaerwärmung, noch Pilzsporen oder atomare Winter nach dem Dritten Weltkrieg sind jetzt besonders reizvoll als Umgebung, wo ich leben möchte.

Wagt einen Blick in die Zukunft: Wie wird eure Rollenspiel-„Karriere“ in zehn Jahren aussehen?
Vielleicht schaffe ich es ja endlich mal, eins meiner Settings zur Marktreife zu bringen. Ansonsten trage ich hoffentlich die Flamme in die nächste Generation.

Bonusfrage: Blickt in die Zukunft eures Lieblings-RPGs – wie wird es sich entwickeln, was wünscht ihr euch?

Generell braucht es mehr Science-Fiction (Space Opera, Planetary Romance) und mehr Urban Fantasy auf Deutsch. Ob das jetzt für Fate oder ein anderes System ist, finde ich dabei erstmal nebensächlich, aber es sollten eben Eigenentwicklungen sein und nicht nur Übersetzungen.

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.. and tunes: Ist das noch Metalcore?

Eigentlich wollte ich ja einen Blogartikel zum Karneval der RSP-Blogs schreiben. Oder mein Material für den Podcast am Montag lesen. Oder mich mit der DSGVO und meinem Blog auseinandersetzen, was langsam echt dringend wird.

Stattdessen sitze ich hier und muss was loswerden. Ich habe es ja quasi angedroht, dass dieser Blog jetzt auch meiner anderen Leidenschaft dienen muss, der Musik, und aus diesem Grund werde ich mich an einer Plattenkritik versuchen. Versuchen deshalb, weil ich keine Ahnung habe, wie man sowas macht (wobei ich Buch- und Spielrezensionen geschrieben habe, und da hat sich niemand beschwert) und ob ich überhaupt genug Plan von Musik habe. Vielleicht ist das, was ich hier gleich schreibe (und alle zwei Wochen im Podcast erzähle), eigentlich großer Blödsinn, aber die folgenden Zeilen wollen und müssen raus. Sonst kann ich nicht schlafen, und das will doch sicher keiner.

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Blog-o-Quest #28: Jahresrückblick 2017 (Januar 2018)

Auch in diesem Monat hat Greifenklaue auf seinem Blog eine Blog-o-Quest gestellt, das Thema ist typisch Januar: “Jahresrückblick 2017” und diesmal habe ich es sogar geschafft, daran teilzunehmen.

Meine erste Spielrunde 2018 war/wird…

„Monster of the week“ in einer Online-Runde am 6.1.2018. Mein Charakter ist Marissa McDougall, eine Vampirjägerin, die Teil einer sehr chaotischen, aber unglaublich liebenswerten Scooby-Gang an der East Texas University ist.

Das beste/einprägsamste Erlebnis 2017 in Deiner Rollenspielrunde war…

Ich schwanke zwischen zwei Erlebnissen, und da sie beide den gleichen Charakter betreffen und aus der gleichen Runde stammen, nehme ich sie beide (ich kann mich immer so schwer entscheiden…)

Mein Monsterhearts-Charakter Logan (zuerst gebaut als Infernal, also jemand, der einen Pakt mit einem Dämon hat, dann durch Zauberei zum Werwolf geworden) führte eine sehr ungesunde Beziehung mit der Fae Ryan, die schließlich darin gipfelte, dass Ryan in Raserei Logan erstochen hat.

Im Jenseits erwartete ihn der dämonische Patron und bot an, den Pakt zu erneuern, dafür müsste Logan nicht sterben. Bedingung des Paktes: “Beseitige das Problem”. Gemeint war Ryan.

Logan, im Bestreben, es seinem Patron recht zu machen, hat Ryan am nächsten Tag auf einer Feier abgepasst und ihn seinerseits umgebracht. Die gesamte Szene war selbstverständlich mit dem Spieler von Ryan abgesprochen, und auch die Gruppe war eingeweiht. Trotzdem hat mich das alles doch mehr mitgenommen, als ich dachte, und ingame hat Logan seine Tat nicht verwunden und versucht, sich anschließend selbst zu richten.

Das bringt mich zu der zweiten Szene. Logan wurde für seine Tat bestraft, die Feenkönigin hat ihn zum Wolf gemacht, immerhin hatte er ihren Sohn und Streiter getötet. Während Logans Körper in einem Sanatorium im Koma lag, war seine Seele in der Feenwelt. Dort hat Ryan ihn dann gefunden und bei der Feenkönigin erbeten, dass er ihn wieder mitnehmen darf. Beide wurden in das Sanatorium teleportiert, wo Logan aufwachte und natürlich als Erstes seine vermeintlich verlorene Liebe gesehen hat. Bei den ingame gesprochenen Worten “Mein geliebter Logan. Mein geliebter Mörder” war es dann um mich geschehen, und ich habe wirklich geheult. Das ist mir vorher erst ein einziges Mal in einer Runde passiert.

Welches Rollenspielprodukt hat Dich im vergangenen Jahr am meisten erfreut?

Dinge zu nennen, an denen man selbst beteiligt war, ist doof, oder? Also lasse ich alle Fate-Produkte und -Podcasts beiseite und nominiere dafür die Bücher von System Matters. Was die Jungs und Mädels da an Qualität abliefern als kleiner Verlag, kann sich wirklich sehen lassen. Ich bin begeistert!

Allgemein bin ich in 2017 ein großer Fan der Powered by the Apocalypse-Systeme geworden, besonders von „Monsterhearts“ und „Monster of the week“.

Welchen SC hast Du am meisten gespielt in 2017, welches System war das und an was werden sich die Mitspieler erinnern?

Da halten sich der bereits oben erwähnte Logan aus Monsterhearts und Niels, mein junger Jäger aus der Supernatural Fate-Runde, die Waage.

Woran die Mitspieler sich wahrscheinlich erinnern werden: Beide sind ziemlich sensibel, haben Daddy Issues und lassen sich leicht provozieren.

Nachdem das mit ihm und Ryan in die Binsen gegangen ist, hat Logan aber beschlossen, der Oberchecker zu werden, hat alles flachgelegt, was nicht bei Drei auf dem Baum war, und sein neues Lebensmotto wurde “Nach mir die Sintflut”. Das ging bis zur oben beschriebenen Szene gut, also ungefähr drei Spielabende.

Niels musste buchstäblich durchs Feuer gehen (der Aspekt “Denkt nur bis zur Nasenspitze” generiert Fate-Punkte ohne Ende, bringt den Charakter aber in die dümmsten Situationen…), hat danach aber zu neuem Selbstbewusstsein gefunden und wurde erwachsen. Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, diese Charakterentwicklung zu spielen und auch in Diaries zu dokumentieren. 

Gab es 2017 auch eine RPG-Runde oder -Produkt, welches sich als absolute Zeitverschwendung entpuppte? Warum?

Nein. Ich habe zu wenig Zeit, mich mit Zeitverschwendung zu beschäftigen.

Bonusfrage: Welchem Random-Blog-Encounter wirst Du zuerst erledigen?

Der Random-Blog-Encounter gibt mir folgenden Auftrag: Sollte es zu einem deiner Lieblingssysteme Merch oder Bücher geben, konsumierst du diese? Sind die Bücher auch für nicht Eingeweihte lesenswert?

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Storiesandcharacters …and tunes

Seit etwas mehr als einem Jahr erzähle ich nun der Welt im FateCast, wie toll Fate Core ist. Und weil ich eine Schwäche für Dinge mit Kern habe (ich liebe übrigens Avocado :D ), rede ich auch gerne über Metalcore, Melodic Hardcore und Post Hardcore. Unter anderem, ich höre generell alles, wo viele Gitarren drin sind (ich denke, ich werde an anderer Stelle nochmal die Genre-Schubladen weit aufziehen und etwas dazu sagen).

Da der FateCast aber schlussendlich ein Rollenspiel-Podcast ist und ich bisher noch niemanden gefunden habe, der mit mir einen Musik-Podcast machen will (ich habe ehrlicherweise auch noch nicht intensiv danach gesucht, da ich von der technischen Seite des Podcastens eher wenig Ahnung habe) und ich dennoch der Welt gerne mal erzählen wollte, wie toll ich diese und jene Band finde (oder auch nicht), fiel mir ein, dass ich ja nun einen Blog besitze. Der heißt zwar „Storiesandcharacters“, aber Geschichten gibt es in der Musik genug, und wenn ich mir so manchen Musiker so ansehe, auch Charaktere.

Langer Rede, kurzer Sinn: Rollenspiel ist nach wie vor mein liebstes Hobby. Aber ich war auch schon immer ein musikalischer und musikbegeisterter Mensch (als ich eine neue Kategorie anlegen wollte hier im Blog, habe ich gesehen, dass ich die Kategorie „Musik“ bereits hatte – warum wundert mich das nicht ;)) und einer meiner Aspekte ist nicht umsonst „Music was my first love“. Deswegen werdet ihr in diesem Blog in Zukunft auch Beiträge über Musik finden, in der Kategorie „….And tunes!“

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Roman-tisch

Ja, das ist ein unglaublich dummes Wortspiel, ich gebe es zu, aber es beschreibt das, was mir vorschwebt.

Ich bin eine Atmotante, eine Märchenerzählerin und Weltenbauerin. Ich bin keine Freundin großer Regeldiskussionen und von Berechnungen ausgewogener Würfel, und Handlungsanweisungen schreibe ich schon bei der Arbeit.

Lange Rede, kurzer Sinn: Auch wenn mir PDQ viel Spaß macht, Regeln an Geschichten flanschen ist nicht mein Ding, und so werden zumindest Cathedral und mein Endzeitsetting Seòl-mara (aus der Tanelorn-Challenge 2012) ihren Weg aus der Rollenspielecke in die Romanecke antreten. Seòl-mara würde ich dabei gerne zum Schauplatz meiner Shared World machen (siehe hier)

Das bedeutet natürlich nicht, dass man nicht in diesen Welten spielen dürfte, aber die Regelbücher muss dann jemand anderer schreiben.

Bei den Chroniken von Udyra hat sich das Spielen als zu schön erwiesen, als dass ich da den Fokus vom Rollenspiel weg legen möchte, aber falls jemand winterliche Sword and Sorcery im Hellfrost-Stil mag und sich zu Fate berufen fühlt, darf er oder sie mir gerne unter die Arme greifen.

Meadow Explorers bleibt auch ein Rollenspiel, aber gerade fehlt mir da die Inspiration. Vermutlich, weil es auf den Herbst zugeht und außer Fliegen und Spinnen gerade nicht mehr soviel unterwegs ist..

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Rollenspiel goes TV, pt. 2: More than a script for my reality

Und weiter geht es bei Rollenspiel goes TV, diesmal mit einem eher jungen Format, das in seiner Qualität stark schwankt, aber dennoch viel Spaß machen kann: Die Doku-Soap. Ich rede hier allerdings von den Sendungen, die ihren Schwerpunkt eher auf „Doku“ als auf „Soap“ legen (unter anderem deswegen, weil ich solche Perlen der TV-Unterhaltung wie Berlin zu jeder Tageszeit noch nie gesehen habe – auch ich gucke mir nicht alles an).

Damit sind Serien gemeint, deren Inhalt zwar teilweise unter den Sammelbegriff „Scripted Reality“ fallen dürfte (legt mich da nicht fest, ich bin keine Medienwissenschaftlerin), aber deren Darsteller meistens doch „echte“ Menschen sind und keine Laiendarsteller, die hölzerne Dialoge in obskuren Geschichten zum Besten geben.

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31TageQuest: Tag 22 – Was für ein Film..

..oder was für ein Buch hat Dir am meisten Inspiration für Dein Rollenspielhobby gegeben?

Schön, dass ich das jetzt zwischen einem Kaffee und einer Runde schönes Wetter geniessen schnell und einfach abhandeln kann:

http://storiesandcharacters.wordpress.com/2013/03/01/what-shaped-you-oder-der-aspekt-des-lesens/

Da müsste alles drinstehen. Over and out ;)

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31TageQuest: Tag 2 – Was ist Dein Lieblings-Regelsystem?

Ich könnte jetzt ja gemein sein und einfach sagen PDQ. Punkt. Und Fate. Noch ein Punkt. Ist aber wahrscheinlich nicht im Sinne der Challenge, und ein bißchen langweilig ist es auch. Außerdem ist die Antwort auch nicht ganz so simpel.

Im Grossen und Ganzen mag ich regelarme Systeme. Ein Rollenspiel, dessen Regelteil in ein Büchlein passt, weckt definitiv mein Interesse (deswegen hab ich auch Destiny Beginner hier im Regal stehen, auch wenn ich gestehen muss, dass ich es bisher noch nicht wirklich intensiv gelesen habe..). Und so schafften es zwei Systeme noch vor Fate und PDQ, mich zu fesseln: Primetime Adventures und Dogs in the Vineyard (eigentlich gehört auch Fiasko in diese Reihe, aber PtA und DitV waren zeitlich näher einander). Plötzlich hatte ich Spiele in der Hand, die genau das unterstützten, was ich bei den klassischen Systemen immer vermisst hatte: Regeln, die Drama unterstützen, ja es sogar fördern und fordern. Allerdings gilt für beide Spiele, dass System und Setting eng miteinander verbunden sind, und daher gehören sie mich schon zur Antwort auf die Frage, sind aber nur die halbe Miete.

Reine Systeme, die das unterstützten, was ich wollte, fand ich dann in Fate (auch wenn Fate und ich zwischendurch mal eine Beziehungspause hatten, als es was mit diesem Dresden Files angefangen hat..) und PDQ(#). Der Spieler darf mit seinen Punkten die Welt mitbestimmen, ein Charakter wird nicht mehr von simplen Zahlen bestimmt, sondern von Aspekten oder Qualities (wie habe ich diese Diskussionen in Shadowrun gehasst: „Ich bin viel klüger als Du, ich hab Intelligenz 5!“) und Fanmail geben und verteilen macht einfach Spaß.

Achja, und in ein Buch (Fate Core, Malmsturm, Jaws of the Six Serpents) passen beide Systeme auch ;)

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What shaped you? oder: Der Aspekt des Lesens

Eine Sache, die mir bei Fate besonders gefällt, sind die Fragen, mit denen man sich Aspekte generieren kann. Bei Dresden Files ist eine dieser Fragen eben „What shaped you“, was hat Dich geformt, was hat Dich zu dem gemacht, der Du jetzt bist. Das soll jetzt aber keine metaphysische Abhandlung werden über das Sein an sich, sondern eher zu einem Teilaspekt: Wie wurdest Du zu dem Rollenspieler, der Du jetzt bist?

Als neulich im Tanelorn die Diskussion aufkam über das Lustige Taschenbuch Fantasy, fiel mir wieder ein, dass ich diese Geschichten als Kind unglaublich gerne gelesen habe. Vielleicht haben sie mich auch zu einem guten Teil beeinflusst, aber ich weiss, dass die „Hauptschuld“ bei einem anderen Werk zu suchen ist, in einer ganz anderen Richtung: Schuld ist tatsächlich Star Wars.

Ich muss 12 oder 13 gewesen sein, als ich die Trilogie zum ersten Mal im Fernsehen gesehen habe, und fortan wollte ich mehr davon. Meine schon immer fantasybegeisterte Mutter beschloß, ihrer Tochter drei grüne Bücher in einem Schuber zu geben, die sie selber schon gelesen hatte, und wenn ich etwas theatralisch sein darf, damit besiegelte sie mein Schicksal. Kluge Köpfe wissen natürlich, dass es sich bei den drei grünen Büchern in dem Schuber um den „Herrn der Ringe“ von J.R.R. Tolkien handelte. Auch wenn das mit Star Wars vielleicht ausser der fantastischen Grundprämisse so gar nichts gemein hatte, las ich die drei Bücher mit Begeisterung. Anschliessend den „Kleinen Hobbit“. Dann das „Silmarillion“. Dann wollte ich alles auch auf Englisch lesen. Science-Fiction war zu diesem Zeitpunkt längst abgeschrieben, aber mein Wunsch, selbst fantastische Welten zu erschaffen und zu bereisen, war geboren. Es dauerte noch lange, bis aus dem fantasybegeisterten, fantasyschreibenden Mädchen eine rollenspielende Frau wurde, aber ich behaupte, dass „Star Wars“ und vor allen Dingen „Der Herr der Ringe“ mich zu einem guten Teil zu der gemacht haben, die ich jetzt bin. Zumindest, was das Schreiben und das Spielen angeht.

Und was war es bei euch? Welches Buch hat euch auf eurem Weg in das Spiel oder währenddessen beeinflusst?

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