Tag Archives: Fantasy

[Karneval der Rollenspielblogs] Rollenspiel 2.0

Dies ist ein Beitrag im Rahmen des Blog-Karnevals „Neue Version – was nun?“

Der Startbeitrag auf Zornhaus Blog

Zur Diskussion bei rsp-blogs

Im Forum von rsp-blogs.de wird viel und gerne diskutiert, unter anderem auch zu den Karnevalsthemen. Das für den Monat Juni lautet „Neue Version – was nun?“ und schien bisher eher nicht soviele Blogger zu begeistern. Klar, es ist eher ein „Meta-Thema“, zu dem man eher weniger spielbares Material herausbringen kann (wobei es Blogger gibt, die auch das schaffen), aber anscheinend eines, was dem Organisator sehr am Herzen liegt.

Allerdings war meine erste Überlegung „Ich hab noch nie das System gewechselt“ (zählt eine einmalige DND 3.5 – Runde als Versionswechsel zu ADND 2nd?) und meine zweite „Ich habe lange SR 3 gespielt. SR4 fand ich komisch beim ersten Mal, beim zweiten Mal gings dann, aber es ist nicht mehr mein Shadowrun“.

Ziemlich ergiebig, so ein Zwei-Sätze-Beitrag. Ich kann noch nicht mal genau sagen, was mich an SR4 gestört hat, deswegen kann ich dazu auch keine weiteren Ausführungen zu machen (mal ganz abgesehen davon, dass es sicher keinen interessiert, warum mich der Wechsel von uralt zu alt gestört hat).

Also doch kein Artikel für den Karneval diesen Monat. Dann aber brachte mich Zornhau selbst auf eine Idee: „Gerade Boyscouts Wunsch nach einer „neuen Version des Rollenspiels“ insgesamt, also einer Art „Rollenspiel 2.0“, nicht nur neue Regeln, sondern ALLES neu, gäbe sicher einen wirklich gehaltvollen Artikel ab.“
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Geteilte Welt

Eigentlich sollte ich ja andere Dinge tun, als zu bloggen. Übersetzen zum Beispiel (ha, hab ich mit der Überschrift erledigt, wie man gleich sieht) oder staubsaugen. Oder draußen das schöne Wetter genießen (in der ganzen Wohnung sind zumindest mal die Fenster offen). Aber da gibt es dieses eine Thema, das mich schon länger umtreibt, und irgendwie dachte ich, kann ich es ja nun auch mal in die freie Wildbahn entlassen.

Ich muss allerdings etwas ausholen. Vor langer langer Zeit bestellte ich bei einem Musik- und Buchversandhandel (nein, nicht amazon, und ja, das ging damals noch mit Postkarte und selbst ausfüllen) zwei „Überraschungspakete Fantasy“. Die waren nicht teuer, und drin waren dann jede Menge Bastei-Lübbe-Taschenbücher, unter anderem ein Asprin-Roman aus der Dämonen-Reihe oder Kurzgeschichten von Fantasy-Autorinnen. Kurzum das, was in den 90ern so angesagt war. Neben den Einzeltiteln war aber auch ein ganzer Batzen der Diebeswelt-Romane dabei, fast die ganze Reihe (drei Titel fehlten, die ich aber inzwischen auch mein eigen nennen kann). Wer die „Diebeswelt“ (im Original „Thieves‘ World“) nicht kennt, dem sei dieser Wikipedia-Artikel ans Herz gelegt: http://en.wikipedia.org/wiki/Thieves_World

Es geht mir nämlich hier gar nicht so sehr um die Diebeswelt (für die ich dennoch eine klare Leseempfehlung ausspreche), sondern um die Shared World. Klar, ich bin keine berühmte Fantasy-Schriftstellerin (was nicht heißt, dass ich nicht daran arbeiten würde..), aber die Idee hat mich seit meinem ersten Kontakt mit Freistatt / Sanctuary und seinen Bewohnern nicht losgelassen. Eigentlich (eigentlich ist so ein tolles Wort..) habe ich ja momentan gar keine Zeit, um so ein Projekt zu stemmen, aber ich würde so gerne..

Deswegen frag‘ ich einfach mal in die Runde: Wer hätte denn überhaupt Lust, sowas auf die Beine zu stellen? Wie gesagt, es geht nicht um Rollenspiel (wenn wir dann erstmal eine erfolgreiche Romanreihe beisammen haben, macht eh jemand ein Spiel daraus *hust*), sondern um Kurzgeschichten (auch wenn ich eine Art „Spielregeln“ aufstellen würde). Genre wäre mir persönlich weitestgehend egal, von Hard SF habe ich keine Ahnung, und Zombies nur in Verbindung mit Endzeit. Keine wie auch immer leuchtenden Spukgestalten, die sich durch eben jenes lächerlich machen. Falls wir einen Verlag finden, wäre das toll, aber absolut kein Muss. Nicht-Rollenspielende-Fantasy-affine Schreiber sind natürlich ebenso willkommen wie die Leser von rsp-blogs.de.

Achja, und Zeit.. das ist so eine Sache. Aber da reden wir dann ein anderes Mal drüber.

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[Wunsch ist Wunsch] Zu spät, zu spät.. (Wünsch dir was, Teil 1)

.. ich fühle mich gerade ein wenig wie das Kaninchen aus „Alice im Wunderland“, schließlich ist morgen Heiligabend und ich hab noch nicht den Wunsch meines Blog-Wichtelkinds erfüllt!

Aber ich bin ja bekanntermaßen Perfektionistin (also keine halbgaren Wünsche) und bekennend anglophil (presents will be available on 25th December – what is that „Heiligabend“ again?), also kann ich noch innerhalb der Frist zumindest den ersten Teil meines Wunsches einreichen.

Mein Wunsch dieses Jahr kam von Lars-Alexander von Mad-Kyndalanth und lautet:

Ich wünsche mir „ein sinnvolles und effektives Überlebenspaket für einen wandernden Abenteurer durch dünn besiedeltes Waldlandgebiet und Hügellandschaft.“

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31TageQuest: Tag 22 – Was für ein Film..

..oder was für ein Buch hat Dir am meisten Inspiration für Dein Rollenspielhobby gegeben?

Schön, dass ich das jetzt zwischen einem Kaffee und einer Runde schönes Wetter geniessen schnell und einfach abhandeln kann:

http://storiesandcharacters.wordpress.com/2013/03/01/what-shaped-you-oder-der-aspekt-des-lesens/

Da müsste alles drinstehen. Over and out 😉

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31TageQuest: Tag 4 – Was ist Deine Lieblings – Rollenspielrasse?

Zählen Space Marines als eigene Rollenspielrasse? Nein? Schade. Ich spiele gerne Halbelfen (Niniane war auch eine), aber das find ich jetzt eher langweilig, und die meisten meiner Charaktere waren Menschen (auch bei SR oder DSA), das abgefahrenste war eine Katze, die nachts zur Eule wird.

Dann muss ich wohl doch auf die Dark Side des Hobbies wechseln und zu den Computer-Rollenspielen gehen. Ich bekenne, ich bin einer von den schlimmen Menschen, die jeden Monat einem Spielehersteller, dessen Name sich auf ein in Amerika bekanntes winterliches Wetterphänomen bezieht, Geld in den Rachen werfen. Ich bekenne weiterhin, dass ich dort überhaupt nicht gerne Menschen spiele (oder Zwerge oder Gnome, die find ich aber auch sonst reichlich unspannend), sondern die Draenei.

Die Draenei sind, wie der Name schon sagt, die Einwohner des Planeten Draenor gewesen. Ursprünglich waren sie Teil der Eredar, einer Alienrasse, die auf dem Planeten Argus beheimatet war. Doch dann wurden die Eredar vom Chaos äh von der brennenden Legion korrumpiert, und zwei ihrer drei Anführer wurden zu den Bösewichtern, wie man sie aus Warcraft III kennt. Der dritte Anführer, Velen, der das alles hatte kommen sehen, sammelte seine Getreuen um sich und machte sich aus dem Staub. Dieser Teil der Eredar nannte sich dann Draenei, was in ihrer Sprache soviel wie „im Exil lebend“ bedeutet. Mit ihrem Schiff flohen sie von Argus nach Draenor, wo sie sich mit den dort lebenden Orks anfreundeten. Leider waren aber auch die Orks nicht so ganz gefeit vor den Einflüsterungen der Brennenden Legion, und liessen sich von einem der ehemaligen Eredar-Anführer gegen die Draenei aufwiegeln, die ein zweites Mal fliehen mussten und schliesslich im ersten World of Warcraft-Addon in der Spielwelt Azeroth landeten.

Aliens in einer Fantasy-Welt? Mein erster Gedanke war: „Strange“, (mein zweiter „Warum ist hier alles so rosa“, denn die Exodar ist sehr groß und sehr bonbonfarben). Aber es funktioniert. Gerade weil die Draenei mit ihrem eher etwas teuflisch anmutenden Äusserem (Hörner, Hufe, Schwanz, Tentakelbärte bei den Männern und blaue Haut) sich von den eher klassischen Fantasyrassen wie Elfen, Gnome und Zwerge abheben. Ihre Geschichte ist – wie vieles in der Lore von WoW – sicher nicht neu, aber unglaublich spannend und steckt voller archetypischer Bilder: Der Getreue, der sein Volk retten will und sich gegen seine Brüder auflehnt, die Freunde, die zu tödlichen Feinden werden, und auch immer wieder Flucht und Abschied von einer sterbenden Welt (Draenor ist übrigens ein wunderbares Beispiel für Endzeit in Fantasy-Settings: Die Welt besteht tatsächlich nur noch aus Scherben). Aber sie verlieren niemals die Hoffnung, und vertrauen in den dunkelsten Zeiten auf das Heilige Licht und die Magie (Draenei ist eine der wenigen Rassen in WoW, die Paladin werden kann).

Ihre Feindschaft mit den Orks (und den Blutelfen) brachte die Draenei natürlich auf die Seite der Allianz, und sie sind für mich tatsächlich einer der Hauptgründe, Alli-Charaktere zu spielen, weil mir sonst die Horde einfach besser gefällt.

So, ich hoffe, ich darf trotz meiner Lobeshymne auf eine Computerspiel-Rasse trotzdem noch bei rsp-blogs bleiben, aber die Draenei kamen mir halt spontan in den Sinn. Und glaubt mir, niemand will einen Artikel darüber lesen, warum Käfer und Libellen die coolsten Pen&Paper-Spielrassen ever sind..

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A story and a character: Bring me to life – Von der Charaktererstellung

Dieser Artikel ist Teil des Blog-Karnevals im Monat April mit dem Thema „Im Mutterleib“, begonnen von d6ideas

Startbeitrag bei rsp-blogs

Startbeitrag des Organisators

Eigentlich wollte ich ja die Kategorie „A story and a character“ für Charakterporträts aller Art nutzen, aber da sich Ceallan Sturmfeuer offensichtlich immer noch dagegen sträubt, aus meiner Feder zu fliessen (ich vermute, er nimmt mir den Druiden-Eintrag übel als Oberster „Druide“ ;)), ist mir spontan die Idee gekommen, mich mit einem Kernthema des Rollenspiels und des Schreibens zu beschäftigen: Dem Charakter.

Streichen wir mal die Pre-Gens, die man auf Cons oder in Spontanrunden erhält, und betrachten wir den eigenen Charakter für eine länger geplante Runde oder eine Kampagne, die über zwei oder mehr Abende gehen. (Ich nehme One-Shots bewusst mit auf, da beispielsweise auf den Tanelorn-Treffen auch „nur“ One-Shots gespielt werden, aber die Charaktere schon lange im Vorfeld vorbereitet werden).

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What shaped you? oder: Der Aspekt des Lesens

Eine Sache, die mir bei Fate besonders gefällt, sind die Fragen, mit denen man sich Aspekte generieren kann. Bei Dresden Files ist eine dieser Fragen eben „What shaped you“, was hat Dich geformt, was hat Dich zu dem gemacht, der Du jetzt bist. Das soll jetzt aber keine metaphysische Abhandlung werden über das Sein an sich, sondern eher zu einem Teilaspekt: Wie wurdest Du zu dem Rollenspieler, der Du jetzt bist?

Als neulich im Tanelorn die Diskussion aufkam über das Lustige Taschenbuch Fantasy, fiel mir wieder ein, dass ich diese Geschichten als Kind unglaublich gerne gelesen habe. Vielleicht haben sie mich auch zu einem guten Teil beeinflusst, aber ich weiss, dass die „Hauptschuld“ bei einem anderen Werk zu suchen ist, in einer ganz anderen Richtung: Schuld ist tatsächlich Star Wars.

Ich muss 12 oder 13 gewesen sein, als ich die Trilogie zum ersten Mal im Fernsehen gesehen habe, und fortan wollte ich mehr davon. Meine schon immer fantasybegeisterte Mutter beschloß, ihrer Tochter drei grüne Bücher in einem Schuber zu geben, die sie selber schon gelesen hatte, und wenn ich etwas theatralisch sein darf, damit besiegelte sie mein Schicksal. Kluge Köpfe wissen natürlich, dass es sich bei den drei grünen Büchern in dem Schuber um den „Herrn der Ringe“ von J.R.R. Tolkien handelte. Auch wenn das mit Star Wars vielleicht ausser der fantastischen Grundprämisse so gar nichts gemein hatte, las ich die drei Bücher mit Begeisterung. Anschliessend den „Kleinen Hobbit“. Dann das „Silmarillion“. Dann wollte ich alles auch auf Englisch lesen. Science-Fiction war zu diesem Zeitpunkt längst abgeschrieben, aber mein Wunsch, selbst fantastische Welten zu erschaffen und zu bereisen, war geboren. Es dauerte noch lange, bis aus dem fantasybegeisterten, fantasyschreibenden Mädchen eine rollenspielende Frau wurde, aber ich behaupte, dass „Star Wars“ und vor allen Dingen „Der Herr der Ringe“ mich zu einem guten Teil zu der gemacht haben, die ich jetzt bin. Zumindest, was das Schreiben und das Spielen angeht.

Und was war es bei euch? Welches Buch hat euch auf eurem Weg in das Spiel oder währenddessen beeinflusst?

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Ich mag keine Druiden..

.. jedenfalls nicht in Fantasywelten.

Gestern abend wurde mal wieder Malmsturm gespielt, Setting wie immer „Chroniken von Udyra“. Einer der Charaktere ist ein Elementarmagier, ein „Druide“, der sich mit den Mächten der Natur auskennt (und auch mit ihren Wirkstoffen..) und sich in einen Wolf verwandeln kann.

Zu Beginn hatte ich dem Spieler mitgeteilt, dass er fortan kein Druide mehr ist, sondern ein Umbrani. Das leitet sich vom lateinischen Wort für Schatten ab, weil ich irgendwie bei der Erschaffung der Elementarmagier die Liedzeile „Son of twilight, lord of shadows“ von Luca Turilli im Ohr hatte.

Als die Sitzung vorbei war und ich meinen Spielern wieder ein Stück Metaplot enthüllt habe (merke: Es ist nie gut zu leiten, wenn du der einzige am Spieltisch bist, der den vollen Durchblick hat, denn dann fangen deine Spieler an mit den Schergen der Göttin, die sie zur Strecke bringen will, zu diskutieren), kam die Diskussion auf, warum denn die Druiden keine Druiden mehr sein sollten.

Ich bin der Überzeugung, dass in jedem irgendwie keltisch angehauchten Fantasysetting (und in den meisten anderen) Druiden ein ganz bestimmter Stereotyp sind: Nette Typen mit langen Bärten oder langen Haaren, die gerne mal die Kräuter und Pilze, die ihnen der Wald bietet, wild durcheinander probieren, sie sind neutral-gut (ja, ich gebe zu, Niniane war eine ADND-Druidin, jetzt ist es raus..) und wenn sie keine Elfen sind, dann sind sie zumindest gut Freund mit ihnen.
Sicher, Stereotypen und Klischees sind wichtig für den Wiedererkennungswert. Schreibe ich „Pferd“ in ein Setting, weiss jeder, was gemeint ist, verwende ich überall „Renner“ oder „Trabtier“, dürfte das schon weniger der Fall sein. Aber ich mag nicht einfach Versatzstücke zusammenpappen und alten Wein in neue Schläuche füllen. Ein wenig Eigenleistung muss schon sein.

Am Ende des Abends kam dann vom Spieler des „Druiden“ der Vorschlag auf, die Gruppe „Silvani“ zu nennen. Das wurde gekauft.

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[Karneval der Rollenspielblogs]: Ihr Neueinsteiger kommet..

.. ist im Moment, wo der Gratisrollenspieltag näher kommt, ein Thema, das die deutschsprachige Rollenspieler und Rollenspiel-Blogger umtreibt. Auch im Tanelorn wird darüber heiss diskutiert. Und außerdem ist es das Thema des diesmonatigen Karneval der Rollenspielblogs.

Aber gibt es sie überhaupt, die Patentlösung, um neue Spieler für das Hobby Rollenspiel zu begeistern? Continue reading

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Wunsch ist Wunsch, RPG-Blogger – Hobgoblin-Schätze

Nachdem gestern bereits mein Wunsch von Edvard Elch erfüllt wurde (ich darf allerdings anmerken, dass ich nicht einmal genau weiss, was OSR heisst, aber ich bin hellauf begeistert von seinen Ideen, besonders der Drache im Zoo ist (im wahrsten Sinne des Wortes) heiss!), erfülle ich heute Greifenklaue seinen Wunsch:

Welche Spuren, Schätze oder Hinterlassenschaften könnten von einer alten, untergegangenen Hobgoblinkultur zeugen, für die sich Abenteurer noch heute in höchste Gefahr begeben?

Und hier findet sich der Text: SecretSanticore_Download

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