Tag Archives: Endzeit

[Karneval der Rollenspielblogs] 1W6 Locations..

.. in der Postapokalypse.

1 – Auf dem Autofriedhof, auf der Suche nach Ersatzteilen
2 – In der verfallenen Fabrik
3 – In einem berühmten verfallenen Bauwerk, immer auf der Suche nach Vorräten und im Schutz der Dunkelheit, denn viele verschiedene Gruppierungen teilen sich das Gebäude, und nicht alle sind Dir freundlich gesonnen
4 – Im Bunker
5 – Im Schutz der Wälder
6 – Im Wüstenlager der Nomaden, bei denen du die Ersatzteile gegen andere wichtige Güter tauschst

Dies ist ein Beitrag zum Karneval der Rollenspielblogs im Monat Oktober, gestartet von Blechpirat, zum Thema „Orte“.

Startbeitrag im Forum von rsp-blogs

Startbeitrag auf Richtig spielleiten!

Leave a Comment

Filed under Allgemein, Rollenspiel

31TageQuest: Tag 4 – Was ist Deine Lieblings – Rollenspielrasse?

Zählen Space Marines als eigene Rollenspielrasse? Nein? Schade. Ich spiele gerne Halbelfen (Niniane war auch eine), aber das find ich jetzt eher langweilig, und die meisten meiner Charaktere waren Menschen (auch bei SR oder DSA), das abgefahrenste war eine Katze, die nachts zur Eule wird.

Dann muss ich wohl doch auf die Dark Side des Hobbies wechseln und zu den Computer-Rollenspielen gehen. Ich bekenne, ich bin einer von den schlimmen Menschen, die jeden Monat einem Spielehersteller, dessen Name sich auf ein in Amerika bekanntes winterliches Wetterphänomen bezieht, Geld in den Rachen werfen. Ich bekenne weiterhin, dass ich dort überhaupt nicht gerne Menschen spiele (oder Zwerge oder Gnome, die find ich aber auch sonst reichlich unspannend), sondern die Draenei.

Die Draenei sind, wie der Name schon sagt, die Einwohner des Planeten Draenor gewesen. Ursprünglich waren sie Teil der Eredar, einer Alienrasse, die auf dem Planeten Argus beheimatet war. Doch dann wurden die Eredar vom Chaos äh von der brennenden Legion korrumpiert, und zwei ihrer drei Anführer wurden zu den Bösewichtern, wie man sie aus Warcraft III kennt. Der dritte Anführer, Velen, der das alles hatte kommen sehen, sammelte seine Getreuen um sich und machte sich aus dem Staub. Dieser Teil der Eredar nannte sich dann Draenei, was in ihrer Sprache soviel wie „im Exil lebend“ bedeutet. Mit ihrem Schiff flohen sie von Argus nach Draenor, wo sie sich mit den dort lebenden Orks anfreundeten. Leider waren aber auch die Orks nicht so ganz gefeit vor den Einflüsterungen der Brennenden Legion, und liessen sich von einem der ehemaligen Eredar-Anführer gegen die Draenei aufwiegeln, die ein zweites Mal fliehen mussten und schliesslich im ersten World of Warcraft-Addon in der Spielwelt Azeroth landeten.

Aliens in einer Fantasy-Welt? Mein erster Gedanke war: „Strange“, (mein zweiter „Warum ist hier alles so rosa“, denn die Exodar ist sehr groß und sehr bonbonfarben). Aber es funktioniert. Gerade weil die Draenei mit ihrem eher etwas teuflisch anmutenden Äusserem (Hörner, Hufe, Schwanz, Tentakelbärte bei den Männern und blaue Haut) sich von den eher klassischen Fantasyrassen wie Elfen, Gnome und Zwerge abheben. Ihre Geschichte ist – wie vieles in der Lore von WoW – sicher nicht neu, aber unglaublich spannend und steckt voller archetypischer Bilder: Der Getreue, der sein Volk retten will und sich gegen seine Brüder auflehnt, die Freunde, die zu tödlichen Feinden werden, und auch immer wieder Flucht und Abschied von einer sterbenden Welt (Draenor ist übrigens ein wunderbares Beispiel für Endzeit in Fantasy-Settings: Die Welt besteht tatsächlich nur noch aus Scherben). Aber sie verlieren niemals die Hoffnung, und vertrauen in den dunkelsten Zeiten auf das Heilige Licht und die Magie (Draenei ist eine der wenigen Rassen in WoW, die Paladin werden kann).

Ihre Feindschaft mit den Orks (und den Blutelfen) brachte die Draenei natürlich auf die Seite der Allianz, und sie sind für mich tatsächlich einer der Hauptgründe, Alli-Charaktere zu spielen, weil mir sonst die Horde einfach besser gefällt.

So, ich hoffe, ich darf trotz meiner Lobeshymne auf eine Computerspiel-Rasse trotzdem noch bei rsp-blogs bleiben, aber die Draenei kamen mir halt spontan in den Sinn. Und glaubt mir, niemand will einen Artikel darüber lesen, warum Käfer und Libellen die coolsten Pen&Paper-Spielrassen ever sind..

2 Comments

Filed under Rollenspiel, Schreiben

31TageQuest: Tag 3 – Was ist Dein Lieblings-Setting?

Ich schwanke ein bißchen zwischen Endzeit und Steampunk, aber ich denke, Endzeit gewinnt mit knappem Vorsprung. Das war damals auch das Titelthema meiner ersten Anduin-Ausgabe, und außerdem, es gibt da dieses Spiel, dass ich gerne etwas pushe.. (es heisst übrigens Heredium und ihr solltet es euch alle zulegen! Ende der Werbedurchsage)

Ja, aber warum Endzeit? Die meisten verbinden damit etwas furchtbar trostloses, düsteres – verzeihung, dysteres – und irgendwie emomässiges, die Melancholie des nuklearen Winters. Eine furchtbare Katastrophe, sei sie nun menschengemacht oder durch Naturgewalten ausgelöst, hat die Erde heimgesucht und alles verändert.

Und was fasziniert dich jetzt so daran? Das ist ja schon ein bißchen morbide..

Eben nicht. Endzeit ist für mich eine besondere Form der Alternative History oder in dem Fall eher eine Alternative oder Possible Future (man möge mir die Anglizismen nachsehen, ich bin gerade im Übersetzerinnen-Modus). Etwas unglaubliches ist passiert, und die Menschheit muss damit klarkommen.

Wie gehen die Menschen damit um, wenn es plötzlich kein Internet mehr gibt? Für viele Teenies dürfte das definitiv die Apokalypse bedeuten, schliesslich wächst die Generation der 12-19jährigen mit Facebook und Co auf wie unsereins mit der roten Box von DND oder der Maske des Meisters.

Was passiert tatsächlich nach einer atomaren Katastrophe? Wer überlebt, wie und wo, wie verändert sich das Klima und die menschliche Gesellschaft? Werden wir wirklich wieder zu Barbaren und Kannibalen, oder ist so etwas wie eine Zivilgesellschaft möglich? Ergeht sich die Menschheit in Trauer um ihr Schicksal oder tritt sie der Natur, der Katastrophe und dem ganzen Rest mal kräftig in den Allerwertesten?

Und dann kommt in unserem Hobby ja auch immer noch das Fantastische zum Realistischen. Können Strahlungen solche Mutationen auslösen, dass Psikräfte auftreten? Was ist, wenn vor der Katastrophe bereits ein höheres Techlevel geherrscht hat als heute, wissen die Menschen zehn, zwanzig, hundert Jahre danach noch, was sie mit diesen Waffen tun können?

Endzeit ist soviel mehr als ins Eckchen setzen und heulen. Endzeit ist Neuanfang und Katastrophe gleichzeitig, und ich denke, das ist das, was mich gerade so fasziniert.

2 Comments

Filed under Rollenspiel, Schreiben

Lieblingslieder als Rollenspiele

Auf der Glgnfz’schen Seifenkiste wird gefragt, welche (Lieblings-)musik wohl welchem Rollenspiel entsprechen würde… Ich versuchs auch mal:

Unknown Armies: Abney Park – All the myths are true (sogar mit Plothooks in der Mitte!)

Vampire: the Requiem: Dargaard – Down to the halls of the blinds

Warhammer 40k: Derdian – I don’t wanna die (es passte so wunderbar zu „Galaxy in flames“)

Malmsturm:  Blind Guardian – Skalds and Shadows oder Ensiferum – Victory Song

Cthulhu: Coffinshakers -Black Sunday

Heredium: Iron Maiden – Brave new world

Ich gebe weiter, das ist eine interessante und spannende Frage.

Leave a Comment

Filed under Allgemein, Musik, Rollenspiel

Heredium: Operation „Hope“

Ausnahmsweise geht es hier nicht um meine eigenen Spiele, sondern um Heredium, eines meiner erklärten Lieblingsspiele, das zu leiten ich vor kurzem das Vergnügen hatte. Dies ist das Diary der Runde.

Vorbemerkung:
Die Idee hinter Operation Hope war mehr oder weniger eine Sandbox. Idee war eine Station auf dem Meeresgrund der Nordsee, eine Art „Deep Space Nine“ in der Welt von Heredium. Es ging mir neben einem spannenden Abenteuer auch darum, eine Geschichte zu erzählen, in der alle Nationen vorkommen. Vorgegeben war die Station und ein kleiner roter Faden, alles andere war Sache der Spieler.

Letztendlich hat es sich ergeben, dass meine Vorbereitung als SL darin bestand, die NSC auszuarbeiten mit ihren Motiven und Konzepten, so dass die Spielercharaktere nur noch in dieses Geflecht eingebaut werden mussten.

Die Spielercharaktere:
Dr. Deisuke Kobayashi, ein Forscher aus Hirohito City, der im Auftrag der Familie Harada nachsehen soll, ob das Geld gut angelegt ist

Naoki Wasabi, sein Cousin. Ein Debellator (Serpent / Venator). Verheimlicht natürlich seine wahre Identität

Katherine Rome, eine Silencer (Raging Bull). Ist mit einem Spezialauftrag nach Hope gekommen

Scott „The Gun“ McAllister. Ein Merc (Raging Bull), wurde aus Checkpoint geschickt, um an weiteren Planungen teilzunehmen und die Interessen der Raging Bull wahrzunehmen. Scott leidet an einer merkwürdigen Hautkrankheit.

Die Story:
Dr. Kobayashi und sein Cousin kommen auf der Station an. Dort treffen sie Scott McAllister, den Deisuke bereits aus Hirohito City kennt. Scott seinerseits ist in Begleitung einer Silencer namens Katherine, die mit ihm gemeinsam aus Checkpoint gekommen ist. Katherine soll im Auftrag einer gewissen Mrs. Valcroix nach deren Tochter suchen, zuletzt hat sie eine Spur bis nach Hope verfolgt. Diesen Auftrag verschweigt sie den anderen aber zunächst. Continue reading

Leave a Comment

Filed under Rollenspiel

Cathedral: Einleitung und Überblick

Ein paar Worte zu Cathedral, ein erster Überblick über die Welt und die Fraktionen.

Die Salzblütigen sind übrigens die jüngste Fraktion, deswegen haben sie noch so wenig Text, und die Singlarit sind „Work in Progress“. Alle anderen werden voraussichtlich so bleiben, wie sie sind.

Einleitung

Die Welt hat sich gewandelt. Nichts ist mehr, wie es einmal war.

Der Feuermond hat die hochtechnisierte Erde heimgesucht und ihr Antlitz ein für alle Mal von grundauf verändert. Die Menschheit wurde in finstere Zeiten zurückgebracht: Ins europäische Hochmittelalter. Nach einer kurzen Phase der Erholung trat eine wiedererstarkte Kirche mit Namen „Mutter des Lichts“ auf den Plan und begann, mit Hilfe der geheimnisvollen Kanthor, das Leben in den Städten wieder zu ordnen.

Zur Untermauerung ihres Status liessen sie die Dombaumeister rufen (manche sagen, die Kanthor oder die Mutter haben die ersten Hütten selbst gegründet) und beauftragten jene, die die Geheimnisse von Stein, Holz, Eisen und Glas kennen, mit dem Bau der riesigen Kathedralen. Die erste Kathedrale ist St. Luminata in der Stadtmitte von Caput Lucis, der Hauptstadt der Mutter des Lichts. Caput Lucis ist die grösste Stadt in der Terseca, der noch bekannten Welt.

Da jedes Wissen um Technik und Technologie mit dem Feuermond verschwunden ist, müssen die Gebäude wieder wie im Mittelalter errichtet werden, mit Flaschenzügen zum Transport, und reiner menschlicher Arbeitskraft. Zum Lob der Mutter des Lichts versucht nun jeder hohe Kirchenherr, seine Kathedrale die schönste, die grösste und beste werden zu lassen.

Man sagt, dass nicht nur die Mutter des Lichts uraltes Wissen bewahrt, sondern dass es einige wenige gab, die um die Geheimnisse von Stein, Holz, Eisen und Glas aus der Zeit vor dem Feuermond besitzen. Doch das sind Gerüchte, und ein einfacher Bürger sollte es niemals wagen, solche Vermutungen vor einem Dombaumeister auszusprechen. Fakt ist, dass sie viele Dinge wissen, die einfache Handwerker nicht wissen.

Doch die Kirche und die Dombaumeister sind nicht die einzigen, die Wissen und eine gewisse Machtposition haben. Auch die Kanthor, eine Art Ritterorden im Dienst der Mutter des Lichts, spielen eine nicht unerhebliche Rolle im Machtgeflecht zwischen Adel und Kirche. Eine nicht unerhebliche und vor allen Dingen nicht immer zu durchschauende, denn auch wenn es so aussieht, als seien die Kanthor zur Mutter des Lichts zugehörig, so sind sie doch in Wahrheit unabhängig von dieser. Auch gehören nicht alle Kanthor dem Glauben an die Mutter an, und einem Nicht-Kanthor ist es unter Todesstrafe verboten, sich Kanthora Mar’dru, der Feste des Ordens zu nähern.

Eigentlich zum Machtblock gehörend, aber in Wahrheit nur Marionetten der Mutter sind Stadtadel und Felsadel. Während ersterer die neu entstandenen Städte regiert in dem Glauben, die wahren Herrscher zu sein, haben letztere sich in die Steine zurückgezogen, ein riesiges Gebirge, das Terseca umschliesst. Der Felsadel haust meistens in kleinen, aber gut befestigten Burgen am Rande des Gebirges, und kommt selten in die Städte. Sie unterhalten meistens ihre eigenen Bauhütten, die für den Aufbau und die Instandhaltung der Festungen zuständig sind. Die städtischen Dombaumeister rümpfen meistens die Nase über diese „Grobschnitzer“ oder „Felsbehauer“, denn natürlich ist der Bau einer Festung nicht mit dem einer filigranen und herrschaftlichen Kathedrale zu vergleichen.

Der Felsadel selbst wird von den Stadtbewohnern misstrauisch beäugt, denn man sagt ihm Verbindungen zu den Singlarit nach, die in den Augen der Mutter des Lichts heidnische Kreaturen sind, die es zu bekämpfen gilt.

Denn die Singlarit haben einen Feind: Sie werden langsam nach und nach zu Stein. Und um diesen Vorgang aufzuhalten, ist ihnen jedes Mittel recht. Die Singlarit sind Forscher, Alchemisten, Ärzte und Apotheker, und für ihren Kampf gegen die Versteinerung setzen sie grausame Experimente ein. Ohne es zu wissen, sind die Singlarit in Wirklichkeit eines der noch existierenden Überbleibsel der Technik vor dem Feuermond. Sie sind Klone und Mutanten, die Ältesten unter ihnen sind noch in Labors zur Welt gekommen, was sich auch in der Religion der Singlarit niedergeschlagen hat.

 Eine andere Fraktion, die Angst und Schrecken verbreitet, sind die Rhokan. Sie leben im Süden der Terseca, und die Gerüchte besagen, dass ihre Städte aus Gold sind, und dass ihr Herrscher, der Serpentrarch, in Wahrheit eine Schlange ist. Die Rhokan fürchten nichts mehr als die Nacht, daher tragen sie auch den Namen „Mondverfluchte“. Sie selbst nennen sich „Kinder des Feuers“. Sie sind ein kriegerisches Volk von Echsenreitern, und ihr bevorzugtes Ziel sind ihre Nachbarn im Norden.

Während es den Kanthor meistens gelingt, die Rhokan in Schach zu halten, leben die Städter und die wenigen Dörfler rund um die Städte in ständiger Angst vor ihnen.

Hoch im Norden, am Meer, leben die Salzblütigen. Sie werden regiert von der Herzogin von See und Salz.

3 Comments

Filed under Rollenspiel, Schreiben

Cathedral – Das große Ganze

Bevor ich mit dem Setting einsteige, möchte ich erst einmal beschreiben, wie ich auf die Idee kam, dass Kathedralen eine Bereicherung für das Fantasy – Rollenspiel sein könnten.

Es begab sich im Jahr 2008, dass ich eine Hausarbeit für ein Proseminar in Geschichte verfassen musste. Thema des Proseminars war „Die Stadt im Mittelalter“ (ein unglaublich spannendes und breites Feld) , und Thema meiner Arbeit waren Kathedralstädte. Was das im einzelnen ist, würde jetzt etwas zu weit führen, aber Kurzfassung ist, dass es im Mittelalter einige Bischöfe gab, die ihre Stadt nach dem Vorbild Roms planten und die Kirchen genauso anlegten. Hinter dem Ganzen steckte natürlich auch noch eine gewisse Symbolik, aber viel interessanter fand ich die Idee, wie sich vielleicht ein Dombaumeister in einer dieser Städte gefühlt hat, was er gedacht hat und wie er gearbeitet hat.

Da könnte man ja was draus machen.. Einen historischen Roman vielleicht? Aber da muss man so elendig viel recherchieren, und außerdem wird man dann doch von den Geschichtsfreaks angemaunzt, dass aber diese und jene Steinmetztechnik erst in Italien im Jahre 1234 erfunden wurde und deswegen der Roman so schlecht ist, weil die Autorin das nicht weiß und die Technik ins Kaiserreich von 1233 verlegt hat.

Außerdem schwebte mir als Hauptcharakter eine Frau vor. Sie behauptet sich in der Männerdomäne und hat ständig mit einem intriganten Kirchenmann zu kämpfen, der sie eigentlich mag, aber auch nicht wirklich zulassen kann, dass eine Frau Baumeisterin ist. Und über allem schwebte irgendwie eine flirrende Hitze, die es in Mitteleuropa zu keiner Zeit im Mittelalter gegeben hat. Es musste also Fantasy werden.

Genauer gesagt, Endzeit. Irgendetwas war der Erde zugestossen, so daß sich wieder ein Pseudo – Mittelalter etabliert hatte, und in dessen Zentrum stand der Bau der Kathedralen. Ein paar Zutaten kamen aus einem anderen Endzeitsetting, das ich vor Jahren mal gebastelt hatte, und dass wie so vieles nicht über eine Seite und eine Sammlung von Personen und Städtenamen herauskam, und fertig war „Cathedral“.

Und dann lag es da erst einmal. So ein richtig roter Faden für eine Story wollte mir einfach nicht einfallen.

Dann kam die Challenge 2010 im Tanelorn. Eigentlich hatte ich überhaupt keine Zeit, aber ich wollte mein Glück probieren und aus der Lose – Blatt – Sammlung mit Namen „Cathedral“ ein Konzept stricken. Vorgabe waren 6h, die konnte ich mir abknapsen. Aus einer Idee wurde ein Konzept, aber immer noch kein Spiel.

Welches System würde Cathedral am besten unterstützen? Savage Worlds? Fate? Beide erfüllten jedoch nicht wirklich das, was ich wollte. Da kam mir der Zufall in Form von PDQ zu Hilfe. Das würde es werden. Das SOLL es werden.

Und nun Bühne frei für „Cathedral“.

Die Wüste hatte sich das Land zurück erobert. Die Sonne, früher Lebensspenderin, brannte unbarmherzig alles nieder, was uns ein Überleben gesichert hätte. Wesen, schrecklicher als wir uns in unseren schrecklichen Alpträumen ausmalen konnten, zogen durch die Dörfer und hinterliessen Tod und Leid. Wir wussten nicht, was wir tun sollten, ausser auf den Tod durch Hunger oder die, die sich dem Leben in der Hölle angepasst hatten, zu warten.

So verliessen wir unsere Ansiedlungen und zogen in die Städte, doch auch sie boten uns wenig Schutz, denn sie waren zu klein, und es mangelte ihnen an Waffen und Möglichkeiten der Verteidigung.

Doch dann kamen die Kanthor, und sie lehrten uns, ihnen zu folgen. Auch wenn wir nicht wussten, woher sie kamen und was ihre Ziele waren, doch sie erzählten uns von der Mutter des Lichts und wie es früher war, vor der Wüste und dem Leid. Sie hiessen uns, riesige Gebäude zu Ehren der Mutter zu bauen. Riesige Gebäude entstanden, und mit ihnen wurden die Hütten der Dombaumeister gegründet. Nur sie wussten, wie man die Kathedralen baute, nur sie kannten die Geheimnisse von Stein, Eisen, Holz und Glas.

Das brachte ihnen Lob und Anerkennung, aber auch Neid und Missgunst, von Seiten der Kanthor ebenso wie von Seiten der Mutter.

Aber wie können wir in diesen Zeiten uns unseren kleinlichen Parteigängen widmen, wenn doch vor den Toren unserer Städte etwas viel grösseres lauert?

(Chroniken von Warusa)

4 Comments

Filed under Rollenspiel, Schreiben