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Cathedral: Otto Normaladliger

Langsam bekommt Cathedral Struktur und die Fraktionen nehmen immer weiter Form an, es bleibt allerdings eine Sache: Wieso sollte ich denn jemanden spielen, der eigentlich gar nichts kann, während mir doch Kampfkünstler, Priester mit heilenden Gebeten oder Baumeister, die durch magische Fähigkeiten ihr Material bearbeiten, offenstehen? Auch Singlarit und Felsadel sowie Rhokan und Salzblütige haben ihre Fähigkeiten (oder sollen sie bekommen) oder einfach den Exotikfaktor. Natürlich könnte man die „Normalos“einfach aussen vorlassen. Der Stadtadel, und alle anderen Bewohner der jeweiligen Ortschaften sind einfach NSC. Fertig ist der Lack. Aber irgendwie wäre das äußerst unbefriedigend. Es gibt eben nicht nur Leute mit Superkräften, Schwarmintelligenz und Reitechsen in dieser Welt, sondern eben auch Otto Normalverbraucher. Und zwar spielbar. In welcher Form – dazu mehr in diesem Blog.

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Cathedral: Einleitung und Überblick

Ein paar Worte zu Cathedral, ein erster Überblick über die Welt und die Fraktionen.

Die Salzblütigen sind übrigens die jüngste Fraktion, deswegen haben sie noch so wenig Text, und die Singlarit sind „Work in Progress“. Alle anderen werden voraussichtlich so bleiben, wie sie sind.

Einleitung

Die Welt hat sich gewandelt. Nichts ist mehr, wie es einmal war.

Der Feuermond hat die hochtechnisierte Erde heimgesucht und ihr Antlitz ein für alle Mal von grundauf verändert. Die Menschheit wurde in finstere Zeiten zurückgebracht: Ins europäische Hochmittelalter. Nach einer kurzen Phase der Erholung trat eine wiedererstarkte Kirche mit Namen „Mutter des Lichts“ auf den Plan und begann, mit Hilfe der geheimnisvollen Kanthor, das Leben in den Städten wieder zu ordnen.

Zur Untermauerung ihres Status liessen sie die Dombaumeister rufen (manche sagen, die Kanthor oder die Mutter haben die ersten Hütten selbst gegründet) und beauftragten jene, die die Geheimnisse von Stein, Holz, Eisen und Glas kennen, mit dem Bau der riesigen Kathedralen. Die erste Kathedrale ist St. Luminata in der Stadtmitte von Caput Lucis, der Hauptstadt der Mutter des Lichts. Caput Lucis ist die grösste Stadt in der Terseca, der noch bekannten Welt.

Da jedes Wissen um Technik und Technologie mit dem Feuermond verschwunden ist, müssen die Gebäude wieder wie im Mittelalter errichtet werden, mit Flaschenzügen zum Transport, und reiner menschlicher Arbeitskraft. Zum Lob der Mutter des Lichts versucht nun jeder hohe Kirchenherr, seine Kathedrale die schönste, die grösste und beste werden zu lassen.

Man sagt, dass nicht nur die Mutter des Lichts uraltes Wissen bewahrt, sondern dass es einige wenige gab, die um die Geheimnisse von Stein, Holz, Eisen und Glas aus der Zeit vor dem Feuermond besitzen. Doch das sind Gerüchte, und ein einfacher Bürger sollte es niemals wagen, solche Vermutungen vor einem Dombaumeister auszusprechen. Fakt ist, dass sie viele Dinge wissen, die einfache Handwerker nicht wissen.

Doch die Kirche und die Dombaumeister sind nicht die einzigen, die Wissen und eine gewisse Machtposition haben. Auch die Kanthor, eine Art Ritterorden im Dienst der Mutter des Lichts, spielen eine nicht unerhebliche Rolle im Machtgeflecht zwischen Adel und Kirche. Eine nicht unerhebliche und vor allen Dingen nicht immer zu durchschauende, denn auch wenn es so aussieht, als seien die Kanthor zur Mutter des Lichts zugehörig, so sind sie doch in Wahrheit unabhängig von dieser. Auch gehören nicht alle Kanthor dem Glauben an die Mutter an, und einem Nicht-Kanthor ist es unter Todesstrafe verboten, sich Kanthora Mar’dru, der Feste des Ordens zu nähern.

Eigentlich zum Machtblock gehörend, aber in Wahrheit nur Marionetten der Mutter sind Stadtadel und Felsadel. Während ersterer die neu entstandenen Städte regiert in dem Glauben, die wahren Herrscher zu sein, haben letztere sich in die Steine zurückgezogen, ein riesiges Gebirge, das Terseca umschliesst. Der Felsadel haust meistens in kleinen, aber gut befestigten Burgen am Rande des Gebirges, und kommt selten in die Städte. Sie unterhalten meistens ihre eigenen Bauhütten, die für den Aufbau und die Instandhaltung der Festungen zuständig sind. Die städtischen Dombaumeister rümpfen meistens die Nase über diese „Grobschnitzer“ oder „Felsbehauer“, denn natürlich ist der Bau einer Festung nicht mit dem einer filigranen und herrschaftlichen Kathedrale zu vergleichen.

Der Felsadel selbst wird von den Stadtbewohnern misstrauisch beäugt, denn man sagt ihm Verbindungen zu den Singlarit nach, die in den Augen der Mutter des Lichts heidnische Kreaturen sind, die es zu bekämpfen gilt.

Denn die Singlarit haben einen Feind: Sie werden langsam nach und nach zu Stein. Und um diesen Vorgang aufzuhalten, ist ihnen jedes Mittel recht. Die Singlarit sind Forscher, Alchemisten, Ärzte und Apotheker, und für ihren Kampf gegen die Versteinerung setzen sie grausame Experimente ein. Ohne es zu wissen, sind die Singlarit in Wirklichkeit eines der noch existierenden Überbleibsel der Technik vor dem Feuermond. Sie sind Klone und Mutanten, die Ältesten unter ihnen sind noch in Labors zur Welt gekommen, was sich auch in der Religion der Singlarit niedergeschlagen hat.

 Eine andere Fraktion, die Angst und Schrecken verbreitet, sind die Rhokan. Sie leben im Süden der Terseca, und die Gerüchte besagen, dass ihre Städte aus Gold sind, und dass ihr Herrscher, der Serpentrarch, in Wahrheit eine Schlange ist. Die Rhokan fürchten nichts mehr als die Nacht, daher tragen sie auch den Namen „Mondverfluchte“. Sie selbst nennen sich „Kinder des Feuers“. Sie sind ein kriegerisches Volk von Echsenreitern, und ihr bevorzugtes Ziel sind ihre Nachbarn im Norden.

Während es den Kanthor meistens gelingt, die Rhokan in Schach zu halten, leben die Städter und die wenigen Dörfler rund um die Städte in ständiger Angst vor ihnen.

Hoch im Norden, am Meer, leben die Salzblütigen. Sie werden regiert von der Herzogin von See und Salz.

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