[Karneval der Rollenspielblogs] Das war ein Tag im Sommer – Abschlussbeitrag August 2018

Der Karneval der Rollenspielblogs stand im August unter dem Motto “Ein Tag im Sommer”. Trotz Hitze und Urlaubszeit sind einige spannende Beiträge zusammengekommen:

  • Den Auftakt machte blut_und_glas mit einem Artikel aus der Reihe “Ad-Blog Plus”, die gleichzeitig auch eine Art “Gegenbewegung” zum ebenfalls im August stattfinden RPG a DayAd-Blog Plus: Gesucht! – eine Kleinanzeige für Shadowrun. (Wer die weiteren Beiträge lesen möchte, hier finden sich alle Ad-Blog-Artikel bei d6ideas.)
  • Winterphönix ging das Thema auf einer Metaebene an: Er fragt sich in seinem Artikel Ein Tag im Sommer, welche Auswirkungen die Hitzewelle auf Spieler und Charaktere hat.
  • Vor dem Abschied in die Sommerpause hat der Fatecast sich ebenfalls des Themas angenommen und redet über Festivals, Kindheitserinnerungen und natürlich Fate in Folge 50.
  • Mein ursprünglicher Ansatz für das Thema “Ein Tag im Sommer” war ein Endzeitszenario (mehr dazu gibt es auch im Fatecast), und interessanterweise hatte Orakel in seinem Artikel ganz ähnliche Ideen (wir haben uns nicht abgesprochen, ich schwöre!). Er fragt sich, was mit einer Welt passiert, die austrocknet in Ein Tag im Sommer?
  • Um konkrete Abhilfe bei großer Hitze, aber dem Wunsch, zu spielen, geht es in Katzenhexes Beitrag Hilfe, ich schmelze! Darin hat sie ein paar Tips für hitzegeplagte Spielleiter parat.
  • IC und OOC kann ein kühles Bier Abkühlung bringen, und selbiges findet man sicher beim Zwingardischen Brauereifest, einem kleinen Szenario für Splittermond, das Katzenhexe in ihrem zweiten Beitrag vorstellt:
  • Ich bin nun mal ein Musiknerd, und aus Songtiteln lassen sich so wunderbar Aspekte für Fate bauen. Das habe ich dann in Once more with feeling! Die Sommer-Edition gemacht.
  • D6ideas sind für den Karneval in ihr Archiv hinabgestiegen und haben dort ein wenig gestöbert. Die folgenden Artikel haben sie gebündelt im Karneval der Archive: Ein Tag im Sommer zusammengefasst.
  • Von sommerlichen Abenteuern und Inspirationen berichtet Timberwere in ihrem Artikel Ein Tag im Sommer .
  • Der Oger hat sich mit Haus Sommerland eine virtuelle Realität für Shadowrun überlegt , die nicht von ungefähr an Matrix erinnert.
  • Spielbares gibt es auch von Merimac, der mit Achtzehnhundertunderfroren eine Kulisse für Fiasko präsentiert vor dem Hintergrund eines Vulkanausbruchs in Indonesien im Jahr 1815.
  • Last, but not least, hat Dnalor noch zwei Artikel eingereicht. In Ein Tag im Sommer fragt er sich, was Sommer denn mit Rollenspiel zu tun hat und stellt mögliche Szenarioansätze oder Regelmechanismen vor. In Die ersten Tage des Sommers hat er Ideen für die (Schul-)Zeit vor den Ferien gesammelt, denn als Alternative zum beliebten Filmgucken vor der Zeugnisvergabe könnte man doch auch einfach mal ein paar Rollenspiele ausprobieren.

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Blog-o-quest #35: Visionen (August 2018)

Diesen Monat bin ich wieder fleißig…

Die Blog-o-quest für den August wird von Nerd-Gedanken ausgerichtet und steht unter dem Thema „Visionen“. Dazu habe ich mir auch ein paar Gedanken gemacht:

Was haltet ihr von Visionen und Prophezeiungen als Stilmittel/Questhook für Rollenspielabenteuer?

Einer meiner beiden Charaktere aus unsere Fate-Supernatural-Runde hat den Stunt “A twin’s vision”, mit dem ihm seine (verschwundene) Zwillingsschwester einmal pro Runde eine plotrelevante Vision schicken kann. Damit wurde er nach Arizona geschickt, um Feuersalamander zu bekämpfen, die Menschen als Wirte für ihre Larven auserkoren haben, hat die Apokalypse verhindert und sich in einem Abenteuer vorgestellt mit den Worten “Ich bin der Mann mit den Visionen”.

Für Spielleiter: Habt ihr in einem Abenteuer die Spielercharaktere mit einer Vision konfrontiert und wenn ja, wie hat sich das Spiel entwickelt? Wenn nein, wieso nicht?
Für Spieler: Habt ihr im Spiel schon eine Vision/Prophezeihung erlebt? Wenn ja, wie hat euer SL das gestaltet? Wenn nein, würdet ihr euch so etwas wünschen?

Als SL kann ich mich nicht daran erinnern, dass ich die Charaktere mit so etwas konfrontiert habe. Weder in Shadowrun noch in Supernatural, und bei ADND habe ich noch sehr klassisch gearbeitet.
Als Spielerin bereits wie oben erwähnt durch den Stunt. Da der Charakter bis zu dem Abenteuer mit der verhinderten Apokalypse dem ganzen Supernatural-Kram eher skeptisch gegenüber stand, war der Visionenstunt natürlich ein probates Mittel, ihn in medias res zu werfen.

Welche Rollenspielmechaniken haltet ihr für eine wirklich visionäre Idee?
Eine Mechanik, die ich wirklich visionär finde? Gute Frage. Für mich persönlich war die Erkenntnis, soziale Konflikte über Mechanismen abzubilden, visionär. Denn das kannte ich bis dahin nicht, und es war für mich eine Offenbarung. Zu nennen sind da die Karten bei Primetime Adventures, das Ziehen der Würfel bei Dogs in the Vineyard oder das Intrigensystem bei A song of Ice and Fire RPG.

Welches Rollenspielsetting wäre eure Zukunfts-Horrorvision – und warum?
Ich verstehe die Frage nicht so ganz, muss ich gestehen, aber ich interpretiere sie mal wie folgt: Welches Setting sollte niemals Realität werden?
Ich bin eine große Freundin von Endzeit-Szenarien, gerade wegen dieses “Was wäre wenn” oder des “Was würdest Du tun?”, aber ich glaube, ich möchte nicht, dass auch nur eins davon Realität wird. Weder herabstürzende Monde mit mutierten Tieren und Klimaerwärmung, noch Pilzsporen oder atomare Winter nach dem Dritten Weltkrieg sind jetzt besonders reizvoll als Umgebung, wo ich leben möchte.

Wagt einen Blick in die Zukunft: Wie wird eure Rollenspiel-„Karriere“ in zehn Jahren aussehen?
Vielleicht schaffe ich es ja endlich mal, eins meiner Settings zur Marktreife zu bringen. Ansonsten trage ich hoffentlich die Flamme in die nächste Generation.

Bonusfrage: Blickt in die Zukunft eures Lieblings-RPGs – wie wird es sich entwickeln, was wünscht ihr euch?

Generell braucht es mehr Science-Fiction (Space Opera, Planetary Romance) und mehr Urban Fantasy auf Deutsch. Ob das jetzt für Fate oder ein anderes System ist, finde ich dabei erstmal nebensächlich, aber es sollten eben Eigenentwicklungen sein und nicht nur Übersetzungen.

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[Karneval der Rollenspielblogs] August 2018 – Ein Tag im Sommer

Ein Tag im Sommer…

… mit Sonne und dem perfekten Wetter, um die Tage draußen zu verbringen. Eigentlich könnte man das Spielen doch auch auf den Balkon, die Terrasse oder die Liegewiese verlegen. Ist es eine Option, den heimischen Rollenspieltisch zu verlassen oder ist Spielen im Freien ein No-Go?

… das Wetter ist perfekt, eine leichte Brise geht, die Temperaturen sind angenehm – nicht zu warm, aber definitiv nicht zu kalt. Eigentlich ist das ein perfekter Sommertag. Dumm nur, dass er nicht echt ist, denn die Charaktere eurer Runde sind in einer virtuellen Realität im Stil von “Black Mirror” gefangen. Wer hat sie da eingesperrt? Warum? Und wie kommen sie wieder heraus?

… während ich diese Zeilen schreibe, herrscht über Deutschland eine Hitzewelle mit Temperaturen über 35 Grad, aktuell sagt das Thermometer für meine Heimatstadt noch 32 Grad Celsius (um 19:23 Uhr), und Besserung ist nicht in Sicht. Nimmt man Waldbrände und Wasserknappheit dazu, ist man recht schnell in einem (leider) sehr realistischen Endzeitszenario à la “Hell”. Aber sicher sind noch andere Szenarioansätze denkbar – zeigt sie mir!

… andersherum: Was passiert, wenn der Sommer ausfällt und es immer kälter wird? Oder der Regen nicht mehr aufhört? Wie kann man den Sommer wieder zurückholen? Dabei sind die Überlegungen natürlich nicht unsere Welt beschränkt, sondern können auf jedes beliebige Setting ausgeweitet werden.

… Sommer ist die Zeit der Feste und Festivals (ich wusste, ich kriege Musik untergebracht!). Wie sieht es damit in Aventurien, Lorakis, den Vergessenen Reichen, in der Welt von Malmsturm oder in den tiefen Weiten des Alls aus? Oder in einer fernen Zukunft?

… Der Sommer hat schon immer eine bedeutende Rolle in allen Mythologien dieser Welt gespielt. Warum oder warum auch nicht in denen fremder Welten?

… gibt es eigentlich Spiele, die sich im Sommer besser spielen lassen als zu anderen Jahreszeiten? Oder ist gerade der Sommer vielleicht die perfekte Zeit, um in die kühlen Weiten von Hellfrost abzutauchen?

… ist das Thema des Blogkarnevals im Monat August. Ich sage gar nicht so viel dazu, sondern lasse euch die obigen Inspirationshäppchen da und freue mich auf viele Beiträge! Hierbei seid ihr wie immer im Medium völlig frei – ob ihr nun bloggt, vloggt, twittert oder einfach nur im Forum mitdiskutiert, ist ganz euch überlassen. Ein Hinweis in den Kommentaren oder im rsp-blogs-Forum wäre schön, damit ich weiß, dass ihr dabei seid.

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.. and tunes: Ist das noch Metalcore?

Eigentlich wollte ich ja einen Blogartikel zum Karneval der RSP-Blogs schreiben. Oder mein Material für den Podcast am Montag lesen. Oder mich mit der DSGVO und meinem Blog auseinandersetzen, was langsam echt dringend wird.

Stattdessen sitze ich hier und muss was loswerden. Ich habe es ja quasi angedroht, dass dieser Blog jetzt auch meiner anderen Leidenschaft dienen muss, der Musik, und aus diesem Grund werde ich mich an einer Plattenkritik versuchen. Versuchen deshalb, weil ich keine Ahnung habe, wie man sowas macht (wobei ich Buch- und Spielrezensionen geschrieben habe, und da hat sich niemand beschwert) und ob ich überhaupt genug Plan von Musik habe. Vielleicht ist das, was ich hier gleich schreibe (und alle zwei Wochen im Podcast erzähle), eigentlich großer Blödsinn, aber die folgenden Zeilen wollen und müssen raus. Sonst kann ich nicht schlafen, und das will doch sicher keiner.

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Blog-o-Quest #28: Jahresrückblick 2017 (Januar 2018)

Auch in diesem Monat hat Greifenklaue auf seinem Blog eine Blog-o-Quest gestellt, das Thema ist typisch Januar: “Jahresrückblick 2017” und diesmal habe ich es sogar geschafft, daran teilzunehmen.

Meine erste Spielrunde 2018 war/wird…

„Monster of the week“ in einer Online-Runde am 6.1.2018. Mein Charakter ist Marissa McDougall, eine Vampirjägerin, die Teil einer sehr chaotischen, aber unglaublich liebenswerten Scooby-Gang an der East Texas University ist.

Das beste/einprägsamste Erlebnis 2017 in Deiner Rollenspielrunde war…

Ich schwanke zwischen zwei Erlebnissen, und da sie beide den gleichen Charakter betreffen und aus der gleichen Runde stammen, nehme ich sie beide (ich kann mich immer so schwer entscheiden…)

Mein Monsterhearts-Charakter Logan (zuerst gebaut als Infernal, also jemand, der einen Pakt mit einem Dämon hat, dann durch Zauberei zum Werwolf geworden) führte eine sehr ungesunde Beziehung mit der Fae Ryan, die schließlich darin gipfelte, dass Ryan in Raserei Logan erstochen hat.

Im Jenseits erwartete ihn der dämonische Patron und bot an, den Pakt zu erneuern, dafür müsste Logan nicht sterben. Bedingung des Paktes: “Beseitige das Problem”. Gemeint war Ryan.

Logan, im Bestreben, es seinem Patron recht zu machen, hat Ryan am nächsten Tag auf einer Feier abgepasst und ihn seinerseits umgebracht. Die gesamte Szene war selbstverständlich mit dem Spieler von Ryan abgesprochen, und auch die Gruppe war eingeweiht. Trotzdem hat mich das alles doch mehr mitgenommen, als ich dachte, und ingame hat Logan seine Tat nicht verwunden und versucht, sich anschließend selbst zu richten.

Das bringt mich zu der zweiten Szene. Logan wurde für seine Tat bestraft, die Feenkönigin hat ihn zum Wolf gemacht, immerhin hatte er ihren Sohn und Streiter getötet. Während Logans Körper in einem Sanatorium im Koma lag, war seine Seele in der Feenwelt. Dort hat Ryan ihn dann gefunden und bei der Feenkönigin erbeten, dass er ihn wieder mitnehmen darf. Beide wurden in das Sanatorium teleportiert, wo Logan aufwachte und natürlich als Erstes seine vermeintlich verlorene Liebe gesehen hat. Bei den ingame gesprochenen Worten “Mein geliebter Logan. Mein geliebter Mörder” war es dann um mich geschehen, und ich habe wirklich geheult. Das ist mir vorher erst ein einziges Mal in einer Runde passiert.

Welches Rollenspielprodukt hat Dich im vergangenen Jahr am meisten erfreut?

Dinge zu nennen, an denen man selbst beteiligt war, ist doof, oder? Also lasse ich alle Fate-Produkte und -Podcasts beiseite und nominiere dafür die Bücher von System Matters. Was die Jungs und Mädels da an Qualität abliefern als kleiner Verlag, kann sich wirklich sehen lassen. Ich bin begeistert!

Allgemein bin ich in 2017 ein großer Fan der Powered by the Apocalypse-Systeme geworden, besonders von „Monsterhearts“ und „Monster of the week“.

Welchen SC hast Du am meisten gespielt in 2017, welches System war das und an was werden sich die Mitspieler erinnern?

Da halten sich der bereits oben erwähnte Logan aus Monsterhearts und Niels, mein junger Jäger aus der Supernatural Fate-Runde, die Waage.

Woran die Mitspieler sich wahrscheinlich erinnern werden: Beide sind ziemlich sensibel, haben Daddy Issues und lassen sich leicht provozieren.

Nachdem das mit ihm und Ryan in die Binsen gegangen ist, hat Logan aber beschlossen, der Oberchecker zu werden, hat alles flachgelegt, was nicht bei Drei auf dem Baum war, und sein neues Lebensmotto wurde “Nach mir die Sintflut”. Das ging bis zur oben beschriebenen Szene gut, also ungefähr drei Spielabende.

Niels musste buchstäblich durchs Feuer gehen (der Aspekt “Denkt nur bis zur Nasenspitze” generiert Fate-Punkte ohne Ende, bringt den Charakter aber in die dümmsten Situationen…), hat danach aber zu neuem Selbstbewusstsein gefunden und wurde erwachsen. Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, diese Charakterentwicklung zu spielen und auch in Diaries zu dokumentieren. 

Gab es 2017 auch eine RPG-Runde oder -Produkt, welches sich als absolute Zeitverschwendung entpuppte? Warum?

Nein. Ich habe zu wenig Zeit, mich mit Zeitverschwendung zu beschäftigen.

Bonusfrage: Welchem Random-Blog-Encounter wirst Du zuerst erledigen?

Der Random-Blog-Encounter gibt mir folgenden Auftrag: Sollte es zu einem deiner Lieblingssysteme Merch oder Bücher geben, konsumierst du diese? Sind die Bücher auch für nicht Eingeweihte lesenswert?

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Storiesandcharacters …and tunes

Seit etwas mehr als einem Jahr erzähle ich nun der Welt im FateCast, wie toll Fate Core ist. Und weil ich eine Schwäche für Dinge mit Kern habe (ich liebe übrigens Avocado :D ), rede ich auch gerne über Metalcore, Melodic Hardcore und Post Hardcore. Unter anderem, ich höre generell alles, wo viele Gitarren drin sind (ich denke, ich werde an anderer Stelle nochmal die Genre-Schubladen weit aufziehen und etwas dazu sagen).

Da der FateCast aber schlussendlich ein Rollenspiel-Podcast ist und ich bisher noch niemanden gefunden habe, der mit mir einen Musik-Podcast machen will (ich habe ehrlicherweise auch noch nicht intensiv danach gesucht, da ich von der technischen Seite des Podcastens eher wenig Ahnung habe) und ich dennoch der Welt gerne mal erzählen wollte, wie toll ich diese und jene Band finde (oder auch nicht), fiel mir ein, dass ich ja nun einen Blog besitze. Der heißt zwar „Storiesandcharacters“, aber Geschichten gibt es in der Musik genug, und wenn ich mir so manchen Musiker so ansehe, auch Charaktere.

Langer Rede, kurzer Sinn: Rollenspiel ist nach wie vor mein liebstes Hobby. Aber ich war auch schon immer ein musikalischer und musikbegeisterter Mensch (als ich eine neue Kategorie anlegen wollte hier im Blog, habe ich gesehen, dass ich die Kategorie „Musik“ bereits hatte – warum wundert mich das nicht ;)) und einer meiner Aspekte ist nicht umsonst „Music was my first love“. Deswegen werdet ihr in diesem Blog in Zukunft auch Beiträge über Musik finden, in der Kategorie „….And tunes!“

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[Karneval der Rollenspielblogs] Januar 2018: „Anfänge und Übergänge“ – Eröffnungsbeitrag

Es ist lange her, dass ich an einem Blogkarneval teilgenommen habe, und noch länger, dass ich einen organisiert habe. Nicht, dass mich die Themen nicht interessiert hätten, es waren zwei Faktoren, die mich abgehalten haben: Zum Einen die Zeit, und zum anderen die Kreativität, die in andere Projekte geflossen ist.

Das ist jetzt nicht wirklich viel anders, aber ich habe beschlossen, dass es einfach viel zu schade ist, den Blog nicht weiter zu pflegen. Außerdem habe ich noch weitere Pläne, dazu mehr an anderer Stelle. Da kam mir der Hinweis von Timber von Timbers Diaries gerade recht, als sie im Forum überlegte, passend zum Monat das Thema “Anfänge” oder “Übergänge” zu nehmen. Mir gefiel beides – das Thema “Übergänge” tatsächlich ein wenig besser – und da Timber und ich uns schon länger kennen, haben wir auf dem kleinen Dienstweg beschossen, einfach beide Themen zu nehmen, und im Januar habt ihr die Auswahl zwischen

Anfänge und Übergänge

In diesem Eingangsposting findet ihr unsere Einstiegsgedanken zu jeweils einem der beiden Themen. Während Timber sich für die Anfänge verantwortlich zeigt, findet ihr bei mir Anregungen zum Thema Übergänge.
Zwei Organisatoren bedeuten natürlich nicht, dass ihr euch jetzt für ein Thema entscheiden müsst, sondern ihr könnt auch zu beiden etwas schreiben. Wie immer seid ihr in der Gestaltung eurer Artikel völlig frei.  

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[Karneval der Rollenspielblogs] Blechpirat fragt… (Teil 6)

Ich bin mir durchaus bewusst, dass wir bereits den 1.8. haben und inzwischen ein anderer Karneval ins Land gezogen ist. Aber ich habe hier noch ein paar Fragen vom Herrn Blechpirat offen aus dem Juli zum Thema „Romantik und Liebe“.

Warum wir das machen, lest ihr hier nach.

Gruppengröße – wenn ich „Drama“ (ich beziehe mich auf meine Begriffsdefintionen aus https://richtig.spielleiten.de/2016/07/12/romantik-in-drei-intensitaetsgraden/) will, dann ziehe ich 3 Spieler vor. Bei „Normal“ halte ich 4 Spieler für optimal und fünf für immer noch gut. Ich weiß von Runden mit bis zu 7 Spielern, bei denen vermute ich aber den Grad „Gar Nicht“. Wie sind deine Erfahrungen?

Das ist sehr unterschiedlich. Wenn die Charaktere ständig im Fokus sein sollen und es keine Downtime zwischendurch geben darf, dann darf die Gruppe nicht größer als drei Personen sein. Wir haben das ja damals erlebt (bei der Runde mit dem Schnaps und dem Cooldown), wir waren ständig im Spiel, es gab nie eine Szene, in der einer unserer Charaktere nicht dabei war. Das ist unglaublich anstrengend, aber gleichzeitig auch unglaublich intensiv.

Bei meinem Lieblings-Drama-Spiel “Fiasko” bevorzuge ich die Variante “Vier Spieler”. Da man hier auch immer reihum NSCs braucht, ist die Downtime für die anderen Spieler auch eher gering. Auch wenn Fiasko für fünf Spieler ausgelegt ist, würde ich es nicht so spielen, weil das für mich nicht funktioniert hat.

Ich hatte auch schon eine Drama-Runde mit sechs Spielern, das geht, aber da müssen die Spieler auch wirklich “handverlesen” sein, um sich im richtigen Moment zurückzunehmen und wieder loszulegen, wenn sie dran sind.

Ansonsten halte ich vier immer für eine ideale Gruppengröße, ob nun für Drama oder etwas anderes.

Immer wenn wir beide zusammen spielen, bin ich hinterher der betrogene (Ehe)mann – egal wie sehr ich um dich werbe. Ich habe dabei einen Heidenspaß, aber wirst du mich irgendwann erhören?

Vielleicht sollten wir erst am Ende der Runde heiraten – wobei, ich glaube, das hat auch nicht funktioniert, wenn ich da an Fiasko denke…

Vielleicht sollten wir einfach nur gute Freunde bleiben. Oder es liegt nicht an dir, sondern an mir? (Und jetzt höre ich auf, bevor wieder jemand wie damals bei Fiasko mit dem Phrasenschwein für mich wedelt ;))

Und was sagt dein Mann dazu? Ein bisschen ernster – gibt es Grenzen, bei denen du (obwohl alle Handlung in-character waren) eifersüchtig werden würdest oder dich umgekehrt sorgen würdest, dass dein Mann eifersüchtig werden könnte?

Ich habe meinen Mann zweimal gefragt, und er meinte, er würde nicht eifersüchtig werden. Zum einen ist er einfach nicht der Typ dafür, aber zum anderen liegt es glaube ich auch daran, dass er einen ganz anderen Spielstil bevorzugt als ich. Er ist mehr der Simulationist, ich bin die Märchentante und Dramaqueen.

Deswegen ist das für mich eher reine Theorie, und abgesehen davon gehören zum Flirten ja auch immer zwei. Würde er darauf einsteigen und plötzlich auch anfange, Süssholz zu raspeln, würde ich mir vielleicht schon Sorgen machen. Wenn er es aber abblockt, dann wüsste ich ja, dass es ihm egal ist. Frage wäre auch, wie gut kennen sich alle Beteiligten. Wenn ich weiß, dass die Dame, die meinen Mann anflirtet, seit Jahren glücklich verheiratet oder vergeben ist, und ich ihren Mann/Lebensgefährten kenne, würde ich das anders sehen als auf einer Con mit einer unbekannten Spielerin, die vielleicht meint, sie könnte sich auf diesem Weg auf sich aufmerksam machen.

Also: alles eine Frage der Perspektive.

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[Karneval der Rollenspielblogs] Blechpirat fragt… (Teil 5)

.. und ich antworte: *Klick*

Hast du auch schon mal schlechte Erfahrungen gemacht? Was machst du seitdem anders/besser/gar nicht mehr?

Ich glaube, es war noch keine meiner “Ehen” im Rollenspiel glücklich, und so ziemlich jeder meiner Ehemänner ist gestorben.

Ich vermute, das meintest du aber nicht, und jetzt mal wieder ernsthaft. Bisher habe ich noch nie eine wirklich schlechte Erfahrung gemacht. Es gab mal eine Con-Runde, wo zwei Mitspieler versucht haben, meinen Charakter in eine lesbische Verführungsszene zu quatschen, das habe ich höflich, aber bestimmt abgelehnt. Nicht, dass ich etwas gegen die Szene an sich gehabt hätte, sondern weil ich den Eindruck hatte, dass es einzig und allein ihrem Privatvergnügen dienen sollte, und da wollte ich nicht mitmachen.

Ansonsten bin ich in der glücklichen Position sagen zu können, dass mir noch nicht wirklich etwas Unangenehmes passiert ist. Ich vermute aber, es liegt daran, dass ich Drama-Spiele auch nur mit Menschen spiele, die ich gut kenne und denen ich vertraue. Zum einen, weil ich weiß, dass ich dann das bekomme, was ich will, und zum anderen, weil ich niemanden unbewusst triggern kann oder umgekehrt.

Das ist vermutlich auch der Grund, warum ich das online spielen von Spielen wie Fiasko mit mir völlig Unbekannten eher ablehne, da habe ich noch nicht mal die Gesichter und Gesten vor mir. Dann lieber warten und einmal weniger mit Leuten spielen, deren Wellenlänge man kennt.

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[Karneval der Rollenspielblogs] Blechpirat fragt… (Teil 4)

Frage Vier vom Herrn Blechpiraten an mich. Worum es geht, erfahrt ihr hier.

Erzähl mir vor der romantischsten Szene, in der du je mitgespielt hast. Und mich würde dabei interessieren, wie stark du auf der Metaebene auf die Szene hingearbeitet hast.

Puh, ich musste echt nachdenken für diese Frage. Es sind tatsächlich soviele. Exemplarisch sehe ich die folgende Szene bei Itras By.

Ich habe eine alternde Muse gespielt, die in dem geheimnisvollen Haus in der Stadt Itras By lebt, das immer um ein Stockwerk in der Erde versinkt. Außer ihr wohnten dort noch ein junges Mädchen, das mehr erleben wollte als nur das Elendsviertel, in dem sie aufgewachsen ist, ein lebenslustiger junger Mann, ein verschrobener Rentner und ein Schriftsteller, der den Selbstmord seiner Frau nicht verwinden konnte und nun unter einer Schreibblockade litt.

Auf der Reise im Haus hinab in die Vergangenheit ergab sich schließlich, dass die Muse wieder ihre Bestimmung fand und für den Schriftsteller wieder zu dem wurde, was sie war. Das war nicht abgesprochen, passte aber schon allein von den Charakterkonzepten her sehr gut. Mit einem Kuss haben die beiden besiegelt, dass sie von nun an ein Paar sind.

Ich glaube, diese Szene ist sehr exemplarisch für alle anderen romantischen Plots, die ich bisher hatte: Bis auf wenige Ausnahmen waren sie nicht geplant, sondern haben sich im Spiel ergeben. Die geplanten Szenen waren deswegen nicht weniger schlecht, aber ich glaube, zuviel auf der Metaebene planen tut der Romantik nicht unbedingt gut.

Das ist im wahren Leben ja nicht anders. Man braucht nicht immer einen Plan, um ans Ziel zu kommen. 

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